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Judas
geschrieben von Marco Migliori
übersetzt von Kristyna Kress

Wo kommt er her? 1979 ruft Ennio Missaglia (1930-1993) zusammen mit seinem Bruder Vladimiro und Ivo Pavone Judas ins Leben. Wie praktisch alle von Bonelli veröffentlichten Serien jener Zeit handelt es sich auch hier um einen Western. Ein Western, der scheinbar Thematiken berührt, die sich bereits durchgesetzt hatten (der Held ist nicht mehr charaktervoll) und der sich mit einer ungewöhnlichen Figur präsentiert Dies nur dem Anschein nach, denn die Serie hat leider mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen: Die Zeichnungen sind undeutlich und manchmal von den nur zwei Zeichnern übereilt angefertigt; die Handlung erscheint oft gestreckt, um auf 96 Seiten zu kommen; die Dialoge heben vor allem am Anfang in übertriebener Art und Weise den zynischen Charakter der Hauptfigur und die Unbarmherzigkeit der Bösen hervor, und das in einer so gekünstelten Art, daß es oft irreal und banal erscheint. Nach dem grundlegenden Mißerfolg der Serie starten dieselben Autoren einige Jahre später mit Gil einen erneuten Versuch.

Wer ist er? Hinter der Fassade des zynischen und unfehlbaren Pistolenhelds verbirgt sich in Wirklichkeit ein Besiegter. Ein harter Kerl, der für Pinkerton arbeitet, und von seinen Kollegen für die Arroganz, mit der er sie behandelt, und die Leichtigkeit, mit der er zu den Waffen greift, gehaßt wird. Sein Haß auf die Verbrecher bringt ihn dazu, mit Verbissenheit und ohne Rücksicht auf Leben und Tod jeden zu verfolgen, den er festnehmen muß. Der Spitzname Judas wird ihm verliehen, als er seine Räuberkumpanen verrät, da sie für den Tod von seiner Geliebten Vivian verantwortlich sind. Verbitterung und Bedauern sind daher die am häufigsten wiederholten Motive in den ersten Bänden, in denen keine Informationen über die Vergangenheit des Protagonisten gegeben werden, was von Allan Pinkerton in Nummer 6 nachgeholt wird.

Wer sind seine Feinde? Wenn man von Allan Pinkerton und seiner Achtung ihm gegenüber absieht, hat Judas praktisch keine Freunde, dafür aber eine ganze Menge Feinde; das sind nicht nur die Verbrecher, die er festnehmen muß, sondern auch (ehemalige) Freunde, die ihn nicht mögen. Bekannt unter den Verbrechern, die ihn mit Verachtung Judas nennen, hat Alan Scott oft mit Fällen zu tun, bei denen die festzunehmende Person einige gute Gründe auf ihrer Seite aufzuweisen hat. Beispielhaft der Fall von Nummer 7, bei dem Judas einen Indianer verfolgt, der sich rächen will. Anders als Tex, bleibt Judas dem Gesetz treu, ohne Lösungen zu finden, und hat so unweigerlich am Ende den Verdruß eines ungerechten Epilogs.

 

  

Judas - 8kb 

ERFINDER
Ennio Missaglia
in 1979

DESIGN
Vladimiro Missaglia

TITELGESTALTUNG
Vladimiro Missaglia
von N.1

COPYRIGHT
Sergio Bonelli Editore
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